Landoscopie
Landoscopie ist die Bezeichnung für eine Ansammlung an Bildern, basierend auf Aufzeichnungen von Gebäudefassaden. Die folgenden Blätter sind aus einem zweimonatigen Aufenthalt im Rheintal in Vorarlberg entstanden und leiten sich von der im alpinen Raum sehr häufig auftretenden Struktur von Holzscheunen ab. Anhand der Zeichnung wird die Oberflächenstruktur dieses sich wiederholenden Typus einer Holzbaufassade herausgefiltert und konzentriert dargestellt und mit Hilfe der Drucktechnik Lithografie reproduziert.
Das gewählte Fassadensujet wird auf sehr dünnem Papier (Transparent- und Japanpapier) und in unterschiedlichen Farbabstufungen vervielfältigt. Der Titel der einzelnen Boxen bezieht sich auf den Ort der Aufzeichnung. Jede Box beinhaltet bis zu vier Einzelblätter der selben Gebäudefassade, die übereinander gelegt geschützt aufbewahrt werden und außerhalb in unterschiedlichen Variationen miteinander kombiniert werden können (siehe Bilder).

Landoscopie
Lithography, paper, metal, perspex, 2011

Alberried Scheune
Installation, Transparentpapier, 2011

Alberried barn
Installation, transparent paper, 2011

 

Parzellen
Zeichnung, Fotografie, Fotokopie, Papier, Holz; 2009–2011
Die Installation »Parzellen« besteht aus einer fortlaufenden Serie von fragmentarischen Zeichnungen. Ein in sich verbundenes Netzwerk, bestehend aus unabhängigen und austauschbaren Einzelteilen, welche sich durch die ständige Fortführung erweitern und sich in verschiedenen Räumen immer wieder neu einbetten. Über Beobachtung und Abbildung erforschen sie die Struktur der realen, urbanen Lebenswelt. Die realen Orte, die als Ausgangspunkt dienen, sind oft weit von einander entfernt, die Strukturen ähnlich. Diese Architektur prägt das Erscheinungsbild weiter Teile moderner Städte, und ergibt in ihrer endlosen Fortsetzung eine Art globale, urbane Struktur.

Diese scheinbar starre architektonische Struktur wird durch die Nutzung gebrochen und individualisiert. Der Zeichenprozess beginnt mit dieser starren Struktur, führt diese fort, bricht und transformiert sie und stellt somit eine Analogie zu der Veränderung und den Wachstum von urbaner Architektur. Die fragmentarischen Einzelblätter sind Teil eines größeren Bildes, das durch jedes neue Fragment detailreicher und größer, nie aber vollständig wird. Wie Städte und deren Architektur ständig weiter wachsen, sollen auch die fragmentarischen Zeichnungen sich zu einem immer dichteren Gefüge ausbreiten, weiter wachsen, sich verändern und sich in neuen Räumen einfügen, um die Wahrnehmung der Stadt als ein ständig wachsendes komplexes System, an Strukturen und Gedanken zu verdeutlichen.

Plot; parcel of land
Drawing, photograph, photocopy, paper, wood, 2009–2011